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Teramaze: The Silent Architect (Review)

Artist:

Teramaze

Teramaze: The Silent Architect
Album:

The Silent Architect

Medium: CD/Download
Stil:

Progressive Rock

Label: Wells Music/Just For Kicks
Spieldauer: 61:36
Erschienen: 08.05.2026
Website: [Link]

Eins ist schonmal klar – bei diesem Album-Cover von „The Silent Architect“ werden TERAMAZE gestalterisch definitiv keinen Kreativ-Preis gewinnen. Bei solcher vordergründig belanglosen Optik (Und das hier ist garantiert nicht 'The White Album' der BEATLES) kommt vorerst keine Neugier auf die Musik dahinter auf.
Die sollte allerdings aufkommen, denn musikalisch ist „The Silent Architect“ die klingende Antithese zu der weißen, nichtssagenden wordart-inspirierten Optik, die sich beim Öffnen des zehnseitigen Falt-Booklets in feuerroten Farben entfaltet, geworden.


Herzschlag und Vogelgezwitscher – das sind die ersten Töne auf „The Silent Architect“.
Sie kündigen sicher etwas Tragisches an und diese natürliche Ruhe wird schneller durchbrochen, als es einem lieb ist. Knackige Gitarrenriffs plus treibendes Schlagzeugspiel, bis der beeindruckende Gesang in all seinen Facetten beginnt.

TERAMAZE sind auf ihrem neuen Album endlich wieder zurück.
Zurück in der prog-metallischen Vergangenheit, die vor all ihren akustischen Ausflügen wirklich beeindruckte – und nun auch in der Gegenwart wieder beeindruckt, wobei sie sich nicht nur auf den beiden Über-10-Minuten-Longtracks, die das Album einrahmen, gehörig auf all ihre Stärken – die härteren wie ruhigeren – besinnen und darin austoben.


Mit der symphonischen, zu einer Hymne erhebenden Ballade werden schnell noch die „Doors Of Yesterday“ geöffnet. Dieses Laut-Leise-Auf-und-Ab zählte schon immer zu einer der echten TERAMAZE-Stärken.
Das bleibt auch auf „The Silent Architect“ so.


Mit „Arrow“ folgt kurze Zeit später pfeilschnell die nächste, fast ein wenig in die Schmacht-Kitschecke abgleitende Feuerzeug-Hymne.
Da darf gerne jeder Kuschelrock-Sampler anfragen, denn hier scheint tatsächlich Amor seine Pfeile abzuschießen, wobei besonders beeindruckend der Gesang von Nathan Peachey die Stimmung auf den Höhepunkt treibt. Der Mann könnte locker jede noch so schwierige Ballade zum Klingen bringen und ihr mit seiner Stimme eine tiefgehende Gefühlsebene verpassen.


Endlich scheinen die Akustik-Zeiten (Vorerst?) auf Eis gelegt worden zu sein, die TERAMAZE nicht unbedingt gut zu Gesicht standen. Denn ihre Stärken liegen wirklich im melodischen Prog-Metal, dem sich die Australier auf „The Silent Architect“ zwischen Härte und Harmonie, epischer Bandbreite und metallischer Direktheit, schweren Gitarren-Breitseiten und ruhiger Akustik hingibt, wobei passend dazu auch die mit viel Melodramatik gestalteten Texte, welche komplett in dem 10-seitigen Faltbooklet nachgelesen werden können, die wechselhafte Grundstimmung untermauern. Und worum es darin geht, symbolisiert das den Texten hinterlegte Bild mit Schlange und angebissenem Apfel. Hier werden nach Amors Schießkünsten und der hinterhältigen Schlange nicht nur Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben, in dem sich oftmals nach gewisser Zeit die stacheligen Rosen(-Kriege) mit fetten Gitarrenattacken breitmachen. Denn die Schlange lauert schließlich überall.


FAZIT: Die Australier TERAMAZE setzen endlich auf ihrem aktuellen Album wieder auf die lange Zeit bewährte Mischung aus Melodic-Rock, Heavy Metal und Prog sowie Pop mit nachdenklichen, oft etwas deprimierenden Texten. Immer mit dabei auch ein paar sehr hymnische und balladeske Momente sowie komplette Songs, bei denen man während der Konzerte endlich wieder die Feuerzeuge statt der Scheiß-Handys mit ihrer Taschenlampen-Funktion zücken darf. „The Silent Architect“ wird von zwei epischen Longtracks eingerahmt, welche die ganze Größe der konsequent von Jahr zu Jahr (und das seit etwa 15 Jahren) ein oder mehrere Alben veröffentlichenden Band beweist. Weiter so!

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 21x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • The Silent Architect
  • Doors Of Yesterday
  • The Invisible Countdown
  • Mr. Crazy
  • Arrow
  • Dust & Bone
  • Enemy In The Garden
  • Ghost Hands
  • Left In The Fire

Besetzung:

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