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Streams Of Blood: Vermaledait (Review)

Artist:

Streams Of Blood

Streams Of Blood: Vermaledait
Album:

Vermaledait

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Black Metal

Label: The_Hidden_Art
Spieldauer: 36:40
Erschienen: 18.12.2025
Website: [Link]

Monotonie ist bisweilen ein gern genutztes Stilmittel im Bereich des Black Metal. Was z.B. eine Band wie ENDSTILLE auf die Spitze treibt, versehen STREAMS OF BLOOD auf ihrem fünften Langeisen mit einer roh-frostigen Stimmung, die bisweilen depressive Züge trägt. Titel wie „Leichenlager“ oder „Tötungsglas“ sprechen diesbezüglich Bände.


Dabei reichert das Duo seine Songs immer wieder mit schweren Melodien an, die nicht selten auch einen Hauch DSBM in die Musik einflechten.
„E(r)gotism“ etwa vereint diese melodische Schwere mit einem bedrückenden Charakter, der auch von den Schlagzeug-Blasts nicht weggedrückt wird, sondern sich vor allem in den schleppenden Momenten immer wieder Bahn bricht.


Davor gibt‘s z.B. im Opener „Shitstained Cuirass“ aggressiv und ungefiltert auf die Zwölf. Erst nach und nach schälen sich die Melodien frei und rücken die grollende Stimme in einen beklemmenden Kontext, der sich auch in einem Titel wie „Paralyzed by Life“ widerspiegelt.
Dass sich beinahe alle Stücke auf „Vermaledait“ in Sachen Struktur, Stimmung und teilweise sogar in den Gitarrenmelodien ähneln, ist dennoch kein Nachteil...


...denn damit erschaffen STREAMS OF BLOOD eine dichte, einnehmende Atmosphäre, die das gesamte Album umgibt, ohne zur offensichtlichen Selbstkopie zu verkommen.
Mit „Egocentric Pessimism“ streuen die Herren am Ende nochmal etwas mehr Aggression ein, wobei die Gitarrenmelodien schneidend-melodisch bleiben und Gefühle wie Selbstaufgabe und Verzweiflung in den Mittelpunkt des Stücks stellen, wodurch man sich unweigerlich an eine Band wie CELESTIAL BLOODSHED erinnert fühlt, wenngleich „Vermaledait“ um einiges klarer und differenzierter als die Alben besagter Norweger klingt.


FAZIT: STREAMS OF BLOOD bieten auf „Vermaledait“ roh inszenierten Black Metal, der einen Hauch Lebensmüdigkeit nicht leugnen kann. Das passt aber zur Stimmung ebenso gut, wie es kein Nachteil ist, dass sich die einzelnen Stücke in einigen Songwritingpunkten ähneln. Trotzdem kommt in diesem Falle keine Langeweile auf. Stattdessen gewinnt die kompositorische Konsistenz des Albums zunehmend an Reiz.

Dominik Maier (Info) (Review 306x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Shitstained Cuirass
  • Paralyzed by Life
  • Der Körper vergibt, die Seele nicht
  • Leichenlager
  • E(r)gotism
  • Tötungsglas
  • Fading Warmth (The End of a Melancholic Summer)
  • Egocentric Pessimism

Besetzung:

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