Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Blue Deal: Make A Change (Review)

Artist:

Blue Deal

Blue Deal: Make A Change
Album:

Make A Change

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Blues- und Southern-Rock, Americana, Classic Rock

Label: Dixiefrog Records
Spieldauer: 43:29
Erschienen: 24.10.2025
Website: [Link]

Mit besten Referenzen und dem German Blues Award für ihr letztes selbstmörderisches Album „Can't Kill Me Twice“ starten die deutschen Blues-Rocker BLUE DEAL erneut durch und fordern auf Album Nummer 3 eine Veränderung!
Oh, sollte man nicht, wenn man gerade erst so erfolgreich war, besser doch das Altbewährte beibehalten?
Aber klar doch!
Doch selbst wenn der Albumtitel „Make A Change“ lautet, so orientieren sich BLUE DEAL (die eigentlich ohne Übertreibung auch 'Blues Deal' heißen könnten) auch weiterhin an ihrem bewährten Rezept aus Blues, Southern, gar etwas Soul und viel klassischem Rock sowie noch mehr Americana – selbst wenn dieser den „Made in Germany“-Stempel trägt.


Unter musikalischem Aspekt klingen die vier Jungs wirklich nicht 'typisch deutsch'. Und ein ehemaliger schwuler Berliner Bürgermeister und woker Party-Löwe*i_n//nen würde dazu garantiert seinen legendären Satz: „Und das ist auch gut so!“ raushauen. Doch woke sind BLUE DEAL keinesfalls, in keinem Moment und mit keiner noch so seltsamen musikalischen wie textlichen Hirnwindung. Ihre Musik spiegelt besonders die Traditionen und Wurzeln einer Zeit wider, die sie sogar 2024 bis ins Halbfinale der International Blues Challenge im amerikanischen Memphis brachte.
Den Grund für diese Nominierung hört man nunmehr zugleich auf „Make A Change“. Gerade weil der Blues mehr pur und der Rock herrlich klassisch sowie unverändert als zu wechselhaft oder versponnen klingt.
Make A Change“ macht alle Retro-Heads und Musikliebhaber, denen noch völlig undigital straighte wie hymnische Rockmusik am Herzen liegt, ohne Wenn und Aber glücklich.


Knackig rockend eröffnen BLUE DEAL ihr bereits drittes Album mit „Another Reason“ so als würden sich LYNYRD SKYNYRD in ihren besten Zeiten noch einmal richtig austoben, damit dann im folgenden „Bad Boogie Woman“ gerne auch mal ZZ TOP vorbeischauen dürfen.

Mit dem dritten Song „Easy To Hurt“ beweisen sie dann, dass sie auch die ruhigeren Töne beherrschen und legen eine eindringliche, traurige Blues-Ballade hin, die sich gewaschen hat.
Ein absoluter Feuerzeug-Song (Wer bei der Musik von BLUE DEAL seine Mobiltelefone mit Taschenlampenfunktion zückt, der hat nicht mehr alle bluesballadigen Latten am Zaun!), der einen sofort dazu einlädt, seinen geliebten Partner in die Arme zu nehmen und sich vielleicht für etwas zu entschuldigen, was irgendwie noch offen ist.
Ein wunderbarer herrlich natürlicher und zu Herzen gehender Song für alle Blues-Romantiker!


„Greenland Shark“ erhebt sich am Ende der LP-A-Seite in seiner fast achtminutigen Schönheit zu einer wahren Roots-Rock-Hymne, der man sich kaum entziehen kann und bei der besonders die Vintage-Keyboards eine unbeschreibliche, tief in den 60ern steckende Aura entfalten, während der Titelsong nach dem kurzen höllischen Instrumental „Hell Valley“ sogar mit DEEP PURPLE, besonders der Keyboardtasten-Zauberei eines JON LORD, nachdem eine ähnliche Orientierung bereits auf „Get It Done“ bemerkbar war, liebäugelt.


Gitarrist Tom Vela wiederum lässt ebenso seine Vorbilder JIMI HENDRIX und STEVIE RAY VAUGHAN in seinem eigenen, sehr abwechslungsreichen Spiel immer wieder durchklingen, sodass man die beiden Gitarren-Herzen in „Two Hearts“ genauestens zuordnen kann.

In „Over Jordan“ beweist dann Frontmann Joe Fischer was für eine unglaubliche Stimme er hat und wie unendlich viele Phrasierungen und Stimmlagen er beherrscht.

BLUE DEALs Songs erzählen zudem im Singer/Songwriter-Stil kleine Geschichten über Menschen, die dem Alltag oder gesellschaftlichen wie politischen Missständen trotzen und dabei nicht aufgeben.


Manchmal scheint es regelrecht so, als würden sie ihre Kraft genau aus der Musik schöpfen, die dann am Ende sogar im besten GARY MOORE-Stil mit „Storm Will Come“ zum ganz großen hymnischen Finale anstimmt.

Unter der Schweizer 'Bluesnews'-Seite stellten diese zu BLUE DEAL fest: „Die deutsche Roots-Rock-Szene ist um ein Juwel reicher!“, womit sich wieder die Frage aufwirft: „Wer hat recht?“. Klare Antwort: „Eindeutig die Schweiz!“ Doch erfunden haben wir's – jedenfalls wenn es um die Einschätzung der deutschen Blues-Rocker BLUE DEAL geht!


FAZIT: BLUE DEAL lassen auf ihrem dritten Album „Make A Change“ keine Wünsche offen! Wenn es darum geht, vom Roots Blues bis zum Hardrock und allem, was sich dazwischen bewegt – wobei besonders auch Balladen und Hymnen hervorzuheben sind – mit beeindruckender Kraft und Perfektion abzudecken, dann ist dieser deutsche (so unglaublich amerikanisch klingende) Rock-Vierer die ideale Wahl, die natürlich bestens mit einem großartigen, retro-orientierten Sound/Stereo-Bild von Vinyl klingt. Würde man nach einer Blues/Rock-Band suchen, die einen vom ersten Moment an schwer beeindruckt, man hätte sie mit BLUE DEAL definitiv gefunden. Entdecken darf sie nun jeder selber, so wie beispielsweise auch die Schweizer (die uns ja ganz oft in vielem voraus sind) und zu BLUE DEAL feststellten: „Die deutsche Roots-Rock-Szene ist um ein Juwel reicher!“. Stimmt!

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 383x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Seite A (22:02):
  • Another Reason (2:40)
  • Bad Boogie Woman (3:31)
  • Easy To Hurt (3:47)
  • Get It Done (4:15)
  • Greenland Shark (7:49)
  • Seite B (21:27):
  • Hell Valley (1:37)
  • Make A Change (3:26)
  • Two Hearts (4:15)
  • Over Jordan (3:25)
  • Rent A Heart (4:05)
  • Storm Will Come (4:39)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier gibt Milch?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!